Die Riepener feiern ihre Dorferneuerung

Aus dem Steinbrink ist dank der Sanierung eine richtige "kleine Prachtallee" geworden / Straßensanierung teuerste Maßnahme im Programm / Ein positives Fazit

Mit einer kleinen Feierstunde haben einige Riepener mit Vertretern aus Verwaltung und Politik den offiziellen Abschluss der Dorferneuerung zelebriert. Ort der luftigen Veranstaltung war der neu gestaltete Dorfmittelplatz vor dem Schmiedegasthaus Gehrke als letzte fertig gestellte Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms. Dass sich hier ganz trefflich die Redewendung "Gut Ding braucht Weile" zitieren ließe, machte Bürgermeisterin Marlies Matthias deutlich.

Sie erinnerte daran, dass die ersten Diskussionen zur Dorferneuerung bereits neun Jahre zurücklägen. Zunächst seien jedoch Pläne und Fördergelder abgelehnt worden. Selbst nach einer Entwurfsvorstellung durch das Planungsbüro Kirchner sei es nicht weiter gegangen. Erst nach dem Samtgemeindebürgermeister-Wechsel Ende 2014 seien das Thema und die damit verbundenen Hindernisse, die nicht aus der Verwaltung gekommen seien, "mit neuem Schwung" wieder aufgegriffen worden. Diesmal mit Erfolg: Am Ortseingang und -ausgang konnten schmückende Stelen installiert, der Buswendeplatz an der Laake, der Dorfplatz und der komplette Steinbrink neu gestaltet werden. Dessen Sanierung hat allein 400.000 Euro gekostet. Damit ist der Steinbrink die teuerste Maßnahme, laut Matthias jetzt aber auch eine "kleine Prachtallee". Und auch der Dorfplatz mit dem neu gepflasterten vordersten Teil des Wehrwegs - für 152.000 Euro, davon 77.000 Euro als Zuschuss - sei perfekt: "Ich habe bisher noch keine Klagen gehört."

Mit dem Abschluss der Dorferneuerung sind weitere Projekte aber nicht vom Tisch. Laut Stadtdirektor Mike Schmidt laufen bereits Gespräche zum weiteren Ausbau des hinteren Wehrwegs. Sein Dank galt der Politik, die mit ihrem Einsatz erst die Dorferneuerung möglich gemacht habe. Rat, Verwaltung und ideenreiche Bürger hätten gezeigt, dass sich gemeinsam Gutes erreichen lasse, sagte Schmidt: "Wir haben etwas für das Dorf getan." Und dem wünschte Matthias wie auch Schmidt einen guten Zusammenhalt und dass sich vor allem am Dorfplatz "oft getroffen wird". SPD-Ratsmitglied Ralph Tegtmeier ergänzte am Rande der Veranstaltung, dass die erste Maßnahme bereits 2011/2012 erfolgt sein müsse. Seines Wissens seien damals Privatpersonen Begrünungen zur Verfügung gestellt worden, um ihre Vorgärten zu verschönern. Zudem habe die Sporthalle ihren Anbau erhalten.

Foto: jl
Text: Schaumburger Wochenblatt