Unser Ort entwickelt sich weiter: neue Straßen, neues Wohngebiet.

Dorferneuerung

Die Sanierung des Steinbrink schreitet voran. Im ersten Bauabschnitt kann nun nach den Arbeiten an der Trinkwasserleitung und am Kanal mit dem Straßenbau begonnen werden. Mit der Telekom ist vertraglich vereinbart worden, dass bei dieser Gelegenheit die zur Zeit noch westlich des Ortes verlaufende Oberleitung für das schnelle Internet in einem Leerrohr in der Straße mit verlegt wird.

Für die Neugestaltung der Ortsmitte vor dem Schmiedegasthaus liegt nun der schon zu Jahresbeginn erwartete Förderbescheid vor. Damit kann die Ausbauplanung beauftragt werden. Im Ablauf wird der Ausbau allerdings nur noch in einer Winterbaustelle umsetzbar sein. Aufgrund der Verzögerungen beim Bescheid wurde die Frist für die Abrechnung der Maßnahme und ihrer Zuwendungen zwar verlängert. Trotzdem muss bis 31. März 2019 alles erledigt sein!

Neubaugebiet Riepen-Süd / Hinter dem Junkerhof

Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat vergangene Woche nach vorangehender Beratung im Bauausschuss die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 95 „Hinter dem Junkerhof“ und die frühzeitige Bürgerbeteiligung beschlossen. Damit wird für die Fläche zwischen Kreisstraße, Junkerhof und Bussardweg in den nächsten Monaten das Baurecht für rd. 25 Gebäude geschaffen werden. Da das vom Stadtrat gerade erst beschlossene Wohnraumversorgungskonzept u.a. den Neubau von Wohnungen empfiehlt, sollen neben Einfamilienhäusern auch einige wenige Mehrfamilienhäuser errichtet werden können. Da die Straße im Baugebiet in verkehrsberuhigter Weise ausgebaut werden soll, wurde die Breite der Planstraße auf insgesamt 6,50 Meter beschränkt. Die Erschließung des Gebiets soll über Bussardweg und Junkerhof erfolgen. Dafür muss der Bussardweg ausgebaut und an die Kreisstraße angeschlossen werden. Im Zuge dessen muss sicher auch eine Sanierung des schon bestehenden Teils des Bussardwegs erfolgen. Die angrenzende Grünfläche in der Straße Junkerhof soll zu einem Kinderspielplatz umgestaltet werden.

Nachdem bereits im Vorfeld seitens der Landwirtschaftskammer ein Geruchsgutachten zu einem benachbarten landwirtschaftlichen Betrieb erstellt wurde, müssen nun sowohl ein Schallgutachten zu Belastungen durch die angrenzende Kreisstraße als auch ein Bodengutachten zur schadlosen Beseitigung des im Baugebiet anfallenden Oberflächenwassers folgen. Alle Ergebnisse werden schließlich im Baubauungsplan berücksichtigt.

Die Stadtverwaltung geht derzeit von einem möglichen Baubeginn nach Abschluss aller Planungen im Frühjahr 2020 aus. Für ein voll erschlossenes Grundstück müsse laut grober Schätzung des Stadtdirektors mit Quadratmeterpreisen von 100 bis 120 Euro gerechnet werden. Die Grundstücke dürften voraussichtlich im Sommer 2019 zum Verkauf bereitstehen. Interessenten können sich aber bereits heute bei der Stadtverwaltung vormerken lassen.

Busverkehr / Schülerbeförderung

Für die immer wieder kritisierten Busverbindungen nachmittags von der Integrierten Gesamtschule Rodenberg und dem Gymnasium Bad Nenndorf nach Riepen sowie morgens von Riepen zur Oberschule Lindhorst besteht leider aktuell keine Aussicht, Verbesserungen zu erreichen. Die Konzessionen zur Bedienung dieser Strecken liegen bei der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG). Dieses privatwirtschaftliche Unternehmen ist eine Tochter der französischen Transdev-Gruppe. Nach allgemeiner Kenntnis sollte die SVG veräußert werden. Man fand aber wohl keine Bieter. Daher ist momentan unklar, wie es für das Unternehmen weitergeht. Die Streckenverwaltung erfolgt aktuell mit beschränkten personellen Kapazitäten. Veränderungen werden nicht vorgenommen.

Dies bedeutet vorerst, dass weder die alte Busverbindung mit Abfahrt um 15.33 Uhr vom Gymnasium Bad Nenndorf nach Riepen wiederaufgenommen wird noch eine Anfahrt der Haltestelle Laake um 7:05 Uhr in Betracht kommt. Auch die bis zur Fertigstellung der neuen Haltestelle Siedlung vorübergehende Einrichtung einer Behelfshaltestelle etwa in der Beckedorfer Straße wurde nach Prüfung verworfen.

Den zuständigen Ämtern der Kreisverwaltung sind die Themen bekannt. Mir bleibt nur, sie ebenfalls weiterzuverfolgen: Das Interesse des Landkreises muss sein, Klarheit bei der SVG zu erreichen und Streckenkonzessionen so zu vergeben, dass sie bedarfsgerecht auf den Schülerverkehr und übrige Busfahrer ausgerichtet sind. So allgemeingültig dies klingt, so schwierig scheint es in der konkreten Umsetzung in Fahrplanminuten zu sein!