Hand in Hand gute Arbeit machen

RIEPEN (jl). Den etwas anderen Erntegedanken hat Ralph Tegtmeier den gut hundert Gästen des Erntefestes zwischen Gottesdienst und Katerfrühstück „serviert“: „Es ist eine Art von Ernte, wenn man das einfährt, was man an politischer Arbeit in den Gremien über viele Jahre vorbereitet hat.“ Konkret bezog er sich dabei auf die beiden letzten Akte der Dorferneuerung, die länger als geplant auf sich warten ließen. Aber jetzt sei der erste Sanierungsabschnitt des Steinbrinks fertiggestellt.

Die Baumaßnahmen im oberen Straßenteil sollen sich nahtlos anfügen, „sodass wir zum Ende des Jahres eine neue Straße haben werden“, betonte Tegtmeier. Im Frühjahr stehe dann die Erneuerung des Dorfplatzes vor dem Schmiedegasthaus Gehrke an, die Ausschreibung habe bereits begonnen. Die Kompletterneuerung des Wehrwegs sei derzeit zwar noch „Zukunftsmusik“, müsse aber in den kommenden Jahren angefasst werden. Auf großes Interesse stoße das geplante Baugebiet am südlichen Ortsrand von Riepen. Als Wermutstropfen stellte er den voraussichtlichen Quadratmeterpreis von um die 100 Euro dar. Auch er würde sich freuen, wenn die Stadt das Bauland günstiger anbieten könnte. Dies sei wegen hoher Erschließungskosten aber nicht möglich. Nichtsdestotrotz: Unterm Strich zeige der „Strauß an Projekten, dass man Hand in Hand gute Arbeit machen kann“.

Eine Aussage, die auch auf die Veranstaltungsgemeinschaft zutrifft. TSV, Seniorengemeinschaft und Feuerwehr sorgten wieder für ein buntes Programm. Nach dem Ausscheiden des aufgelösten Schützenvereins kamen die Organisatoren diesmal mit einem vorgelagerten Dartturnier als Alternative um die Ecke. Als „Erntekönigspaar“ gingen daraus Katharina Böhm und Boris Braun hervor. Auf dem Hof der Familie Bauermeister wartete die Erntekrone, die wieder die Dorfjugend in vorbildlicher Weise gebunden hatte. „Ich bin rundum zufrieden“, resümierte Ortsbrandmeister Michael Peters, während der Beckedorfer Posaunenchor das „Schaumburger Heimatlied“ spielte und damit das Buffet zum Ausklang freigab.

Quelle: Schaumburger Wochenblatt, Ausgabe 37 B 46. Jahrgang vom 15.09.2018