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Ausbau der Kreisstraßen 48/49 einschließlich Radweg

Nun geht es endlich los! Der lang ersehnte Ausbau der Kreisstraßen 48/49 beginnt! Zwar ist der wichtige Förderbescheid des Landes Niedersachsen noch nicht beim Landkreis eingegangen, doch die Information, dass der Ausbau der für unseren Ort wichtigen Verbindung Richtung Bad Nenndorf in diesem Jahr begonnen werden kann, genügt, um mit den ersten Maßnahmen loszulegen.

In der vergangenen Woche wurde damit begonnen, das Baufeld für die auf 5,5 m zu verbreiternde Straße frei zu machen. Dafür wurden noch außerhalb der im März einsetzenden Kernbrutzeit die erforderlichen Baumfällungen vorgenommen.

In der ersten Bauphase wird voraussichtlich ab März die Auebrücke in Horsten durch die Firma Becker aus Minden komplett erneuert. Während dieser Zeit ist die K 49 zwischen Riepen und Horsten für den Durchgangsverkehr gesperrt. Welche Bauphasen sich genau daran anschließen bzw. gegebenenfalls sogar parallel dazu laufen werden, wird derzeit noch in der Kreisverwaltung geprüft. Einerseits ist man bemüht, möglichst wenig Einschränkungen für den (Schul-)Busverkehr zu verursachen, andererseits soll der Baufortschritt möglichst optimal organisiert sein, um die Dauer der Baustelle kurz zu halten. Insgesamt dürfte aber wohl von einer Gesamtbauzeit von etwa zwei Jahren auszugehen sein. - Eine lange Zeit mit häufigen Einschränkungen in der Verbindung zur Kernstadt, die sich hoffentlich am Ende lohnen.

Schließlich werden die beiden Kreisstraßen vom Ortsausgang Riepen bis zum Ortseingang Horsten durchgängig auf eine Breite von 5,50 m ausgebaut sein. In Höhe des heutigen Riepener Ortseingangs wird angrenzend an das Neubaugebiet "Lehnshof" die neue Bushaltestelle Riepen "Siedlung" mit Querungshilfe errichtet sein. Die K 49 wird leicht begradigt sein. Entlang der gesamten Strecke wird ein Radweg begleitend angelegt sein, und zwar westlich der K 48 und südlich der K 49.

Zum Ausbau der Straßen und Radwege gehört aber auch die Landschaftspflege und der Artenschutz. Im Rahmen der Planungen wurden bereits früh die vorhandenen Pflanzen- und Tierbestände erfasst und kartiert sowie die Kompensation der erforderlichen Eingriffe in die Natur geplant. Zwar wird der bisherige Alleecharakter im Bereich der K 48 so schnell nicht wieder zu haben sein, aber zwischen dem westlich der Straße gelegenen Radweg und dem folgenden Entwässerungsgraben werden auf einem Grünstreifen wieder Ersatzpflanzungen für die jetzt gefällten Bäume vorgenommen. Für die insgesamt verbleibenden Gehölz- und Baumbestände werden Schutzmaßnahmen ergriffen, insbesondere auch für den im Landschaftsschutzgebiet gelegenen Teil rund um die Rodenberger Aue. Im begradigten Bereich der K 49 wird die heute noch versiegelte Straße renaturiert. Unmittelbar an der Aue werden im Bereich des abgerissenen Hattendorf'schen Anwesens eine Streuobstwiese und ein Brachstreifen mit Feldlerchenfenster entwickelt. In den Bereichen der Horster Badeanstalt und der Auebrücke sollen Amphibientunnel angelegt werden.

Für alle Maßnahmen ist eine Bausumme von aktuell 5,5 Mio. Euro vorgesehen, die bereits in verschiedenen Kreishaushalten eingeplant sind und vom Land im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes kofinanziert werden.

Aufgrund des Neubaus der Auebrücke muss die Samtgemeinde die bislang am Brückenbauwerk befestigte Schmutzwasserleitung zur Horster Mühler erneuern und neu verlegen, und zwar – für die heutige Zeit fachgerecht – parallel zu anderen Versorgungsleitungen, die die Aue unterqueren. Für diese Dükerung hat der Samtgemeindeausschuss gerade die Planung beauftragt.

Sobald es Neues zu berichten gibt, schreibe ich wieder.

Mit besten Grüßen
Ralph Tegtmeier