In der Bürgerversammlung war zu hören, wie es beim Ausbau der Kreisstraßen nach Horsten und bei der Dorferneuerung weiter geht.

A. Ausbau der Kreisstraßen 48 / 49 einschließlich Radweg

Die Herren von Kreisverwaltung, Straßenbauamt und Planungsbüro stellten die Grundzüge der Ausbauplanung für die Kreisstraßen 48 und 49 einschließlich der Neuanlage eines Radweges zwischen Riepen und Horsten vor: Beginnend an der Einmündung der Beckedorfer Straße wird westlich der Riepener Straße, längs des Junkerhofes, bis zum Ortsausgang ein schmaler Fußweg angelegt.

Dieser geht am Ortsausgang in einen gegenläufig zu befahrenden Radweg über, der westlich der K 48 bis zur Einmündung in die K 49 angelegt wird. Dort müssen Radfahrer die K 48 südlich des Beckedorfer Wirtschaftsweges queren und können auf dem Radweg südlich der K 49 Richtung Horsten bis zur Einmündung in die Straße Im Dorfe (K 47) weiterfahren. Über die Rodenberger Aue wird eine separate Brücke für Radfahrer und Fußgänger angelegt. Die bestehende Brücke behält ihre Breite von etwa 4,60 Meter und wird saniert. Ein Brückenneubau in der Ausbaubreite der neuen Kreisstraßen von 5,50 Meter hätte die gesamte Baumaßnahme 2 Mio. Euro teurer gemacht und wird auch abgelehnt, weil man nicht in bestehende Überschwemmungsflächen für Auehochwasser eingreifen will.

Die Bushaltestelle Riepen „Siedlung“ wird direkt am Ortsausgang beidseitig der Kreisstraße neu angelegt. Beide Seiten werden mit einer Querungshilfe für Fahrgäste verbunden, die gleichzeitig dazu dient, ortseinwärts fahrende Radfahrer vom westlich endenden Radweg auf die verkehrsrechtlich korrekte östliche Straßenseite zu leiten. Außerdem bremst sie im Ortseingangsbereich den Straßenverkehr etwas aus.

Von der Bushaltestelle wird es einen direkten Fußweg zur Straße Junkerhof geben, der dort etwa auf Höhe des Tulpenweges einmündet.

Nach den Ausführungen der Fachleute soll die weitere Planung einschließlich der Bewilligung weiterer Fördergelder nach dem Entflechtungsgesetz noch so viel Zeit erfordern, dass mit den Baumaßnahmen frühestens in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres zu rechnen sein werde.

B. Dorferneuerung

Herr Korf, vom Amt für regionale Landesentwicklung, der Förderstelle für die Dorferneuerung, hat unserem Ort eine Verlängerung des Dorferneuerungsprogramms in Aussicht gestellt. Er hat dazu die Bürgerversammlung genutzt, besonders auf die Förderung privater Baumaßnahmen im Altdorfbereich einzugehen. Im Einzelnen sind die Fördervoraussetzungen von Projekten auf der Internetseite des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums (Themen/Entwicklung des ländlichen Raums/ZILE) beschrieben.

Wer eine private Baumaßnahme im Rahmen der Dorferneuerung fördern lassen möchte, sollte einen entsprechenden Antrag bis spätestens zum 15. September stellen. Dieser jährlich wiederkehrende Stichtag gilt ebenso für Förderanträge für die noch ausstehenden öffentlichen Baumaßnahmen, die die Stadtverwaltung bis dahin planen muss.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit bzw. zum Antragsverfahren bei privaten Baumaßnahmen können am besten Herr Bock im Bauamt der Stadtverwaltung in Bad Nenndorf und Herr Korf im Amt für regionale Landesentwicklung Leine Weser in Hildesheim beantworten.

Um die Dorferneuerung weiter fortführen zu können, wird es erforderlich sein, bis zu einem Orttermin der Landesbehörde im Sommer, möglichst vielen ausstehenden Maßnahmen eine Umsetzungsperspektive zu geben. Dazu wird die Stadtverwaltung den Arbeitskreis Dorferneuerung quasi reaktivieren und zu einem nächsten Treffen am 18. Mai, um 18 Uhr, ins Schmiedegasthaus einladen. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen. Neben den weiteren öffentlichen Maßnahmen soll erneut über die Fördermöglichkeit für private Maßnahmen gesprochen werden. Herr Korf wird an diesem Termin ebenfalls teilnehmen und für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.

Die Bürgerversammlung dürfte schon allein aufgrund ihres guten Besuchs deutlich gemacht haben, dass das Interesse an der Fortführung der Dorferneuerung in Riepen groß ist und entsprechende Einigkeit besteht! Jetzt gilt es, dieses Engagement auch bei den nächsten Schritten hochzuhalten und zum entscheidenden Termin im Sommer deutlich zu machen, dass wir mindestens noch eine Verlängerung des Förderzeitraums um zwei Jahre benötigen, weil wir alles schaffen, was wir uns einmal vorgenommen haben! – Und vielleicht sogar noch mehr!

C. Dorferneuerung: Sanierung Steinbrink

Der Beginn der bereits geplanten Dorferneuerungsmaßnahme zur Sanierung des Steinbrink wird wohl erstmal verschoben werden müssen. Die öffentliche Ausschreibung dieser Baumaßnahme hat zu Ergebnissen geführt, die um die Hälfte über den geplanten Haushaltsansätzen liegen und damit auch zu einer deutlichen Steigerung der Ausbaubeiträge der Anlieger führen würden. Da die Baufirmen erfahrungsgemäß im Frühjahr sehr gut ausgelastet sind, ist bei einer erneuten Ausschreibung zu einem späteren Zeitpunkt des Jahres mit einer höheren Beteiligung von Baufirmen und Ergebnissen auf Planungsniveau zu rechnen. Daher wird die Stadtverwaltung den Ratsgremien vorschlagen, aus wirtschaftlichen Gründen auf die Umsetzung in diesem Sommer zu verzichten und im Herbst erneut auszuschreiben.

Damit wird sich die für Mitte Mai vorgesehene Anliegerversammlung noch einmal verschieben und voraussichtlich im Winter stattfinden – wenn neue Ausschreibungsergebnisse vorliegen, auf deren Basis sich die Ausbaubeiträge der Anlieger errechnen lassen.